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Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS
Unfall Kernkraftwerk

Unfall Kernkraftwerk

Zurück zu Gefahren kennen

Worum geht es?

Gelangen bei einem Stör- oder Unfall in einem Kernkraftwerk radioaktive Stoffe in die Aussenwelt, so besteht die Gefahr einer radioaktiven Verstrahlung über die Luft. Mittel- und längerfristige Gefahren entstehen durch die radioaktiv belastete Infrastruktur sowie die verseuchten Boden, Gewässer, Lebensmittel und das Grundwasser. Die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Unfälle wird als sehr gering eingestuft. Die Bevölkerung wird von den Behörden gewarnt (Sirenenalarm und Radio / TV-Meldungen), wenn es zum Austritt von Radioaktivität führt.

Was bedeutet das für mich?

Durch die Freisetzung von Radioaktivität besteht keine unmittelbare Lebensgefahr. Werden Sie einer zu grossen radioaktiven Belastung ausgesetzt, kann dies jedoch langfristig zu schwerwiegenden Erkrankungen und gesundheitlichen Schäden führen.

In den ersten Stunden nach der Freisetzung von Radioaktivität werden Sie aufgefordert im Innern ihres Hauses/Wohnung zu bleiben. Möglicherweise werden sie aber auch vorsorglich aus dem Gebiet evakuiert. Kann das Gebiet nicht vorsorglich evakuiert werden, wird es möglicherweise nach dem Ereignis evakuiert. Für die betroffenen Personen stehen speziell eingerichtete Stellen zur Information und allfälligen Dekontamination zur Verfügung. Es kann mehrere Tage bis Wochen dauern, bis Sie ins Gefahrengebiet zurückkehren können. Unter Umständen ist eine Rückkehr während mehrerer Jahre nicht mehr möglich.

Beispiele

Spezifische Verhaltensanweisungen

  1. Suchen Sie Schutz im Inneren eines Gebäudes.
  2. Schliessen Sie Haustüren und Fenster und schalten Sie Lüftungen aus.
  3. Halten Sie Radio, Decken und Jodtabletten bereit.

Allgemeine Verhaltensanweisungen

  1. Informieren Sie sich über Radio und Fernsehen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.
  2. Rufen Sie Notfalldienste nur im Notfall an.
  3. Nutzen Sie Telefon- und andere Kommunikationsnetze nur für wichtige und dringende Bedürfnisse (Gefahr der Netzüberlastung).
  4. Nutzen Sie Autos und andere Verkehrsmittel nur für wichtige und dringende Bedürfnisse (Gefahr der Verkehrsüberlastung).
  5. Verhalten Sie sich im Strassenverkehr besonders vorsichtig (Gefahr durch Ausfall von Ampeln, Barrieren etc.).
  6. Informieren und unterstützen Sie Nachbarn und hilfsbedürftige Personen in Ihrem Umfeld.

Siehe auch